25.01.2016

Ekin Deligöz besucht den Verein "Wir für uns", die Seniorengemeinschaft des Landkreises Günzburg

Das Bild zeigt von links nach rechts: Stefan Schwarz, stellvertretender Vorsitzender, Ekin Deligöz, MdB, Harald Lenz, Kreisrat, Waltraud Stricker, Vorsitzende und Werner Stricker, Gebietsleiter in Günzburg

Erstmalig in diesem Jahr tourte die Grünenabgeordnete Ekin Deligöz am 19. Januar durch den Landkreis Günzburg. Nach einem Gespräch mit Verantwortlichen und Schülern an der Fachoberschule in Krumbach sowie einem Redaktionsbesuch der Günzburger Zeitung absolvierte sie einen Termin bei der Seniorengemeinsschaft des Landkreises Günzburg, einer Initiative der Kolpingsfamilien. Begleitet wurde sie von Harald Lenz, Kreisrat und Fraktionssprecher der Grünen im Kreistag.

Empfangen wurden sie von der Vorsitzenden Waltraud Stricker, dem stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Schwarz, vom Günzburger Gebietsleiter Werner Stricker und von Christine Rosenfelder, zuständig für Sponsoring- und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel des Vereins ist, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung eine hohe Lebensqualität genießen. Diesbezüglich fördern wir gegenseitige Hilfen, teilt Waltraud Stricker mit. Der Verein wurde im Oktober 2014 gegründet, hat inzwischen170 Mitglieder und kann bisher bis zu 1200 Hilfseinsätze vorweisen. Das Angebot des Vereins ist sehr vielschichtig und bezieht sich auf den gesamten Landkreis. Es reicht von der Unterstützung nach einem Krankenhausaufenthalt, über die Hilfe im Haus und Garten, über Begleitdienste bis zur Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Letztendlich werden auch gemeinsame Aktivitäten, wie Erzählnachmittage oder Gedächtnistraining angeboten.

Mitglieder können Einzelpersonen oder Paare werden. Ebenso ist für Institutionen oder Kommunen eine Mitgliedschaft möglich. Einige Städte und Gemeinden sind schon dabei, berichtet Christine Rosenfelder und verweist auf Gundremmingen, Offingen, Jettingen, Bibertal und Dürrlauingen. Die Mitgliedschaft weiterer Ortschaften wäre sehr wünschenswert, führt sie aus. Das Problem der Altersarmut oder auch der Vereinsamung im Alter ist weit verbreitet und genau hier wird der Verein vermehrt gemeinnützig. Aber auch die Mitgliedschaft von Jugendlichen ist sehr willkommen.

Trotz allem ist die Hilfe nicht kostenlos. Für die Stunde werden acht Euro abgerechnet, sechs Euro erhält der Helfer und zur Abdeckung von Verwaltungskosten und Versicherungsbeiträgen verbleiben zwei Euro beim Verein. Die Helfer bekommen zudem Schulungen um eine gehobene Qualität der Betreuung und der Hilfen aufrecht zu erhalten, führt Stefan Schwarz aus. Auch betont er, daß der Verein beabsichtige eine Versorgungslücke zu schließen und keine Konkurrenzeinrichtung zu bestehenden Angeboten sein will.

Ekin Deligöz zeigte sich stark beeindruckt vom großen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder, bemerkte jedoch, dass aufgrund der hohen Arbeitsleistung jede Ehrenamtlichkeit irgendwann an ihre Grenzen kommt. "Momentan werden wir noch vom Bayerischen Sozialministerium gefördert. Diese Förderung läuft jedoch Mitte des Jahres 2017 aus", ergänzt Waltraud Stricker. Die Hilfsdienste werden auch danach weiterhin notwendig sein, ist sie sich sicher.